Der Wille zu gewinnen ist wichtig.
Der Wille zu trainieren ist entscheidend.
, Sven Mezulat

Julia Mattoscio qualifiziert sich für die Universade

Beim letzten Schwimmwettkampf des Jahres, die Christmas Challenge in Uster, unterbot Julia Mattoscio die Qualifkationsnorm für die Universade (Studentenspiele) in Changdu (China) im August. Die Studentin der ETH-Zürich gelang dies auf ihrer Paradestrecke über 800 Meter Freistil.

Vor vier Wochen in Sion wurde bei den Schweizer Meisterschaften die Kurzbahn-Saison beendet. Nun stand in Uster die erste Standortbestimmung auf der Langbahn (50 Meter) an. Der Cheftrainer Michel Tavcar nannte daher als Ziel persönliche Bestzeiten, Podestplatzierungen und, wenn es geht, die ersten Qualifikationsnormen für die Langbahn SM.   Diese Vorgabe wurde von den Aktiven hervorragend umgesetzt. Allen voran die wieder überragende Sibylle Gränicher. Sie gewann drei Finals über 50m, 100m und 200m Brust. In der Schweiz gibt es kaum eine Frau, die ihr bei diesen Strecken das Wasser reichen kann. Julia Mattoscio pulverisierte ihre Bestzeit über 800m Freistil und schaffte damit sensationell die Qualifikation für die Universade, im Rennen wurde sie damit Dritte. Selbstredend ist sie somit auch für die Langbahn SM startberechtigt. Sie holte noch zwei vierte Plätze über 400m und 1500m Freistil. Am Start war auch erstmals wieder Kim Bachmann. Nach einer Schulteroperation wagte sie sich bei einem Wettkampf ins Wasser. Erstaunlich war deshalb die Bestzeit über 400m Freistil, damit hatte weder sie noch ihr Trainer gerechnet. Allerdings schmerzte ihre Schuler im Anschluss doch etwas, weshalb sie auf weitere Rennen verzichtete.   Bei den Herren konnte Kai Fuchs die gute Form von der Kurzbahn mitnehmen. Er schwamm auf den harten 1500m erstmalig unter 17 Minuten. Für jeden Nachwuchsschwimmer ist das eine Schallmauer, die es zu durchbrechen gilt. Der fünfte Platz im Rennen war gleichzeitig auch sein bestes Ergebnis am Wochenende. Bei den 800m schaffte er zwar keine Bestzeit, aber er war knapp dran. Reto Meier wusste über die anspruchsvollen 400m Lagen zu überzeugen. Mit neuer Bestzeit und Platz 6, plus Qualinorm war er mehr als zufrieden. Zudem gelang ihm auch eine persönliche Bestzeit über 200m Freistil. Sein Bruder Max liess sich da auch nicht lumpen und legte über 1500m Freistil seine bisher schnellste Zeit hin.   Die sechs Athleten konnten somit geschlossen überzeugen. Sie erreichten etliche Qualinormen und Bestzeiten. Leider konnten nicht mehr Schaffhauser Schwimmer in Uster antreten. Das Corona-Schutzkonzept liess nur eine geringe Anzahl an Athleten zu, diese wurden über die Zeiten ermittelt. Es bleibt zu hoffen, dass es in Zukunft auch wieder Anlässe mit mehr Teilnehmern geben wird.