SC Schaffhausen Wasserball

w_portrait1.jpgIn den Archiven des Schwimmclubs Schaffhausen (gegründet 1899) wird Wasserball erstmals im Jahre 1920 erwähnt, 1922 spricht man von einer eigentlichen Wasserball-Mannschaft und 1923 sollen die ersten Spiele des SCS gegen Zürich stattgefunden haben. Trainiert wurde von 1925 bis 1965 im Engeweiher, erst ab den 1950er Jahren gab es für den SCS in benachbarten Frei- und Hallenbäder in Zürich und Konstanz die Möglichkeit, „ohne Fische“ zu trainieren. 1949 stiegen die Schaffhauser Wasserballer von der 3. in die 2. Liga auf, 1958 wurde der SCS Ostschweizer Meister und 1960 folgte der Aufstieg in die Nationalliga B. Schliesslich stieg der SCS 1963 in Nationalliga A auf, 1966 folgte aber wieder der Abstieg in die 1. Liga.

w_portrait2.jpg1974 stieg der SCS in die Nationalliga B und 1979 erneut in die Nationalliga A auf. Es folgten sieben erfolgreiche Jahre in der Nationalliga A mit einer praktisch reinen Schaffhauser Mannschaft. Es stiessen damals nur zwei Schweizer und für kurze Zeit ein ausländischer Verstärkungsspieler zum Team. Mit Alex und Manfred Hirt, Heinz Macher, Hansi Stolz, Christian Staudinger, Markus Schmuki u.a. wurde in der Nationalliga A 1981, 1983 und 1985 jeweils der 3. Rang erreicht. 1986 musste jedoch die Mannschaft aufgrund einer Vielzahl von Rücktritten aus der Nationalliga A zurückgezogen werden, der SCS hatte in der 2. Liga einen Neuanfang zu machen. Dieser erfolgte mit NLA-Grösse Hansi Stolz (SCS, Monthey, Lugano) als Spielertrainer und mit sehr jungen Spielern, die teilweise bereits in der Nationalliga Erfahrung gesammelt hatten und bis 1993 zum SCS zurückkehrten.

w_portrait3.jpg1995 gelang Hansi Stolz mit einer sehr jungen Mannschaft der Aufstieg in die Nationalliga B und sogleich die Etablierung an der Spitze der zweithöchsten Liga. Schliesslich gelang dem SCS 1998 unter Trainer Tibor Cervenyak (als Torhüter mit Ungarn Olympiasieger) die Rückkehr in die Nationalliga A mit einer bis auf zwei ungarische Spieler nur aus Schaffhauser Akteuren bestehenden Mannschaft. Für den SCS kämpfte lange Zeit auch eine Frauenmannschaft an der nationalen Wasserball-Spitze. Leider gibt es im Moment keine Damenmannschaft mehr beim Schwimmclub Schaffhausen.

w_portrait4.jpgNach dem Wiederaufstieg in die Nationalliga A wehte den Herren des SCS vorerst ein rauer Wind entgegen. Eine Medaille erringt man in der obersten Liga nicht mehr nur mit lokalen Hobby-Wasserballern. Dazu braucht es schon einen hohen Trainingsaufwand und Verstärkung aus den Topnationen im Wasserball sowie von auswärtigen Schweizer Spielern. Nach einem siebten (1999) und einem sechsten Rang (2000) erreichte der SCS 2001 unter dem Schaffhauser Trainer Heinz Macher in der Nationalliga A wieder einen dritten Rang. 2002 und 2003 folgten zwei vierte Ränge in der Nationalliga A und im 2003 erreichte der SCS zum ersten Mal den Cupfinal. Im Jahre 2004 schaffte es schliesslich der vom SC Horgen zum SCS gestossene Trainer Uwe Sterzik (als Spieler Europameister mit Deutschland), die Mannschaft zu Höchstleistungen anzuspornen.

w_portrait5.jpgEin erster Erfolg war der erstmalige Gewinn des Schweizercups, aber es sollte noch besser kommen. Der SCS gewann nach unglaublich spannenden Play-off-Serien mit vielen Verlängerungen im Halbfinal gegen den SC Frosch Ägeri und im Final gegen den Rekordmeister SC Horgen das Double und wurde zum ersten Mal in seiner Geschichte Schweizermeister. Die Meistermannschaft verfügte 2004 in ihren Reihen neben den Wasserballcracks aus Ungarn, Aron Regos und Tamas Haufe, mit Lorik Luzhnica, Martin und Ueli Wehrli, Pascal Müller, Marcel Oberholzer, John Coviello und Juraj Mudroch gleich über eine Vielzahl an Schweizer Nationalspielern.

2005 schied der SCS zwar, in der zweiten Saison unter Trainer Uwe Sterzik, bereits in den Viertelfinals des Schweizercups aus. Durch den Zuzug von zwei holländischen Nationalspielern nach dem Ausscheiden aus dem Cup (Eelco Uri und Gerben Silvis, neben dem Ungarn Tamas Haufe) wurde jedoch die Priorität ganz auf die Verteidigung des Meistertitels gelegt. Obwohl sich alle Nationalliga A-Teams namhaft mit ausländischen Topspielern verstärkt hatten (2005 wurde deshalb das beste Niveau der Nationalliga A seit jeher erreicht), schwang der SCS in den Halbfinals gegen den Ostschweizer Rivalen SC Kreuzlingen oben aus (3:1) und wurde danach deutlich in nur drei Finalspielen erneut Schweizer Meister, wie 2004 gegen den SC Horgen. Der SCS nahm im Oktober 2005 sodann zum ersten Mal an einem Euroleague-Qualifikations-Turnier teil, das in Duisburg (D) stattfand. Just bei jenem Verein der 1. Bundesliga (ASCD) also, zu dem Trainer Uwe Sterzik nach den zweiten Meistertitel mit dem SCS gewechselt hatte.

Die Saison 2006 hat das Team des SCS mit dem neuen Trainer Eelco Uri in Angriff genommen. Der Holländer hatte im Vorjahr als Spieler wesentlich zur Verteidigung des Meistertitels beigetragen. Der Einstand des ehemaligen Spitzenspielers (257 Einsätze für die holländische Nationalmannschaft, mehrere Olympia-, WM- und EM-Teilnahmen) als Trainer war sehr erfolgreich, wurde der SCS doch nach dem ersten Drittel der Meisterschaft ohne Verlustpunkte „Wintermeister“ 2006. Nach Hochs und Tiefs in dieser Saison schied der SCS nur knapp im fünften Spiel der Play-Off Halbfinals gegen Horgen aus. Mit der ganzen Enttäuschung dieses Ausscheidens wurde die Mannschaft nicht mehr fertig und konnte gegen den SC Kreuzlingen auch nicht mehr die Bronze sichern. Die Saison 2007 wurde mit dem Spielertrainer Attila Petik in Angriff genommen. Trotz teilweise guten Leistungen, konnten die Spieler des SCS nicht mehr an die Leistungen der Vorjahre anknüpfen. Sie mussten sich erneut mit dem undankbaren 4. Platz zufrieden geben

Update: 27.02.08